Eine neue Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur beleuchtet die wahrgenommenen Hemmnisse rund um die Planung und Umsetzung von Crowdfunding-Kampagnen im Tourismus. Dazu wurden Entscheidungsträgerinnen und -träger befragt. Ergänzt wird die Studie mit einer Analyse aller Tourismusprojekte auf der Schweizer Plattform 100-days.net.

Eigener Kenntnisstand wird überschätzt, Detailwissen fehlt
Zwei Drittel der Befragten geben an, zu wissen, was Crowdfunding ist und wie es funktioniert. Doch bei Detailfragen rund um die Kampagne zeigt sich, dass weitestgehend Unklarheiten zu notwendigen Details bestehen. Den wenigsten der Befragten ist vollkommen klar, wie eine Kampagne technisch umzusetzen wäre oder eine Kampagne in Bezug auf Online-Marketing, Community-Aufbau oder Medienarbeit zu gestalten wäre.

Unklare Wahrnehmung der erwarteten Effekte und Vorteile
Für den Grossteil der Befragten steht als grosser Vorteil die Finanzierung im Vordergrund. Doch die Wenigsten sehen die vorteilhaften Marketingeffekte. Ledglich 20 Prozent der Befragten können sich vorstellen, in den nächsten 12 Monaten eine eigene Crowdfunding-Kampagne durchzuführen.

Hohe angefragte Summen
Neben der Befragung wurden 1.330 Projekte auf der Plattform 100-days.net ausgewertet.

„Dass sich Crowdfunding in der Schweiz und auch im Tourismus zwar langsam, aber stetig etabliert, zeigt sich daran, dass die Zielsummen für die Projekte in den letzten Jahren angestiegen sind“, so die Projektleiterin Kerstin Wagner. Während die Projektsummen in allen anderen Kategorien moderat über die letzten fünf Jahre zugenommen haben, hat der Tourismus einen regelrechten Sprung hingelegt.

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