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15 Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Crowdfunding

 

Was ist Crowdfunding?

Die Idee hinter Crowdfunding ist einfach: Viele Menschen (Crowd) finanzieren (funding) gemeinsam eine Idee, ein Projekt oder ein Unternehmen.

 

Was ist der Unterschied zwischen Crowdfunding und Crowdinvesting?

Es wird zwischen 4 Crowdfunding-Ausprägungen unterschieden. Crowdinvesting ist eine der vier Crowdfunding-Ausprägungen.

  1. Klassisches Crowdfunding (reward‐based crowdfunding):
    Die Unterstützer bekommen eine Gegenleistung, in der Regel das fertige Produkt wie z.B. das Buch, das Produkt, die DVD, das Album oder auch ideelle Gegenleistungen wie den Eintritt zur Premiere oder eine Nennung im Filmabspann.
  2. Crowdinvesting (equity‐based crowdfunding):
    Die Unterstützer investieren in ein Unternehmen oder Projekt und werden am möglichen Gewinn beteiligt. Es handelt sich um Risikokapital, das heißt jedes Investment kann einen Totalverlust zur Folge haben.
  3. Crowdlending (lending‐based crowdfunding):
    Die Unterstützer verleihen Geld an den Starter, der das Geld verzinst oder unverzinst zurückzahlt.
  4. Spenden Crowdfunding (donation-based crowdfunding):
    Die Unterstützer spenden das Geld und bekommen keine Gegenleistung.

Mehr Infos: Info-Grafik | Crowdfunding Kompass

 

Für welches Projekte eignet sich welches Crowdfunding Modell?

Klassisches Crowdfunding (reward‐based crowdfunding)
Projekte aus dem Kultur- und Kreativbereich findet man beim klassischen Crowdfunding besonders häufig, da diese Ideen im Netz gut präsentiert werden können. Crowdfunding wird aber auch für ökologische, gesellschaftliche, soziale oder wissenschaftliche Projekte sowie im Sport erfolgreich eingesetzt.

Crowdinvesting (equity‐based crowdfunding)
Für geschäftliche Projekte, die später Erträge abwerfen, bietet es sich an, die Crowd über finanzielle Anreize zu motivieren. Beim Crowdinvesting wird die Crowd direkt am Unternehmens- bzw. Projekterfolg beteiligt. Crowdinvesting findet in der Startup-Finanzierung, aber auch im Mittelstand und in Immobilien-Finanzierung, Anwendung.

Crowdlending (lending‐based crowdfunding)
Bei private Anschaffungen bietet sich Crowdlending als Alternative zum Bankkredit an (auch P2P Kredit genannt). Das Geld wird direkt von der Crowd zu einem fest vereinbarten Zins geliehen. Da die Bank als mitverdienender Intermediär wegfällt, bietet Crowdlending oftmals attraktivere Zinsen als ein klassischer Kredit. Crowdlending findet auch zunehmend im Mittelstand und bei Selbständigen Anwendung.

Spenden Crowdfunding (donation-based crowdfunding)
Bei soziale Projekten, bei denen die Crowd keine direkte Gegenleistung erhält, bietet sich Spenden Crowdfunding an.

 

Wie funktioniert klassisches Crowdfunding (reward‐based Crowdfunding) in 3 Schritten?

1. Projekt anlegen:
Der Starter beschreibt seine Idee mit einem Video, mit Bildern sowie Texten und legt ein Finanzierungsziel, eine Deadline und Gegenleistungen für seine Unterstützer fest. Danach kann er starten und seine Idee in die Welt tragen.

2. Idee finanzieren:
Wer möchte, dass die Idee Wirklichkeit wird, kann das Projekt unterstützen. Die Unterstützer können sich als Gegenleistung Dankeschöns wie z.B. das fertige Produkt auswählen oder die Idee mit einem freien Betrag unterstützen.

3. Alles oder nichts:
Der Starter bekommt das Geld nur ausgezahlt, wenn das Fundingziel erreicht wird – andernfalls geht das Geld an die Unterstützer zurück (das Alles-oder-nichts-Prinzip findet bei den meisten Plattformen Anwendung, wobei es auch Ausnahmen gibt).

 

Was sind die 3 Erfolgsfaktoren für Crowdfunding-Projekte?

1. Die eigene Idee auf den Punkt bringen.
2. Die Macher und das Projekt authentisch in einem Pitch-Video vorstellen.
3. Die Idee in die Welt hinaustragen: Die entsprechende Interessengruppe identifizieren und gezielt ansprechen. Viel kommunizieren!

 

Seit wann gibt es Crowdfunding in Deutschland?

Die ersten Crowdfunding-Plattformen sind in Deutschland 2010 gestartet. Plattformen wie Startnext und Visionbakery haben als Pioniere das klassische Crowdfunding in Deutschland bekannt gemacht. Seedmatch ist die erste deutsche Crowdfunding Plattform für Startups (Crowdinvesting). Mittlerweile gibt es eine Vielzahl weiterer Crowdfunding-Plattformen in Deutschland. Eine fortlaufend aktualisierte Plattform Übersicht befindet sich unter www.crowdfunding.de/plattformen

Mehr Infos: Crowdfunding-Chronik

 

Was ist die Besonderheit von Crowdfunding?

Beim Crowdfunding gibt es keine Gatekeeper, so dass jeder die Chance hat, seine Idee vorzustellen und zu finanzieren. Das Internet und soziale Netzwerke geben viele neue Möglichkeiten, um Ideen zu entwickeln, schnell und kostengünstig mit vielen Menschen zu teilen und mit Crowdfunding auch direkt zu finanzieren. Für das Publikum und die Konsumenten ist Crowdfunding ein neuer Weg Ideen zu entdecken, sich direkt mit den Machern zu vernetzen und dazu beizutragen, dass diese Ideen Wirklichkeit werden.

Siehe auch Artikel: The Beauty of Crowdfunding

 

Wo finde ich vertrauenswürdige Quellen für aktuelle Zahlen?

Im Bereich „Marktdaten“ sammeln wir alle verfügbaren, seriösen Zahlen zum Crowdfunding Markt.

Zu den Marktdaten

 

Wie hoch sind die Ausfallraten im Crowdinvesting?

Stand 31.08.2016: Vor fünf Jahren sind in Deutschland die ersten Crowdinvesting-Projekte gestartet. Über 125 Mio. € hat die Crowd seitdem in Unternehmen, Immobilien, Energie- und Filmprojekte investiert. Der Crowdinvest-Erfolgsmonitor gibt erstmals einen umfassenden Überblick über die Performance der neuen Anlageklasse – differenziert nach Investmentsegmenten und den jeweils realisierten Renditen und Ausfallraten. zum Analyse (Stand: 31.08.16) | Laufend Aktueller Status unter: www.crowdinvest.de

Was ist der Unterschied zwischen Deutschland und den USA beim Crowdfunding?

Der wichtigste Unterschied ist sicherlich, dass wir in Deutschland einen anderen kulturellen und gesellschaftlichen Hintergrund haben. In Deutschland ist die private Förderung von neuen Ideen im Unterschied zu den USA bisher noch wenig ausgeprägt, so dass die Crowdfunding-Plattformen hier Pionierarbeit leisten.

 

Wie bekannt ist Crowdfunding in Deutschland?

Eine Umfrage von crowdfunding.de (Mai 2016) hat die Bekanntheit und Beteiligung von Crowdfunding in Deutschland untersucht. Dazu wurden 1.000 für Deutschland repräsentativ ausgewählte Internetnutzer ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse sind vielversprechend, zeigen aber auch, dass weitere Informationsarbeit zum Thema geboten ist. So hat über die Hälfte der Befragten (65,1%) bereits von Crowdfunding gehört. Allerdings weiß nur ein knappes Viertel (31,8%), um was es sich dabei handelt. Dass sich bislang nur 9,0% finanziell an einem Crowdfunding Projekt beteiligt haben, macht deutlich, welche Potentiale für Crowdfunding in Deutschland noch liegen. Mehr Informationen

 

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