Projektentwickler finanzieren ihre Projekte in der Tat am liebsten über Banken, weil hier die Zinsen am niedrigsten sind. Durch die zunehmende Regulierung der Banken (Basel II und III) fordern die Kreditinstitute von den Entwicklern allerdings immer höhere Eigenkapitalquoten, die je nach Projekt zwischen 10 Prozent und 40 Prozent liegen können. Somit wächst der Eigenkapitalbedarf des Projektentwicklers deutlich und oft entsteht eine Finanzierungslücke. Um das Eigenkapital aufzustocken, kann der Projektentwickler Mezzanine-Kapital aufnehmen. Zum Mezzanine-Kapital zählt unter anderem das qualifizierte nachrangige Darlehen, welches über Crowdinvesting-Plattformen eingeworben wird. Die Bank wertet das Mezzanine-Kapital wirtschaftlich als Eigenkapital und gewährt dem Projektentwickler den Kredit.

Das Kapital, das die Projektentwickler über Crowdinvesting-Plattformen erhalten, kann somit ein wichtiges Instrument für die Projektfinanzierung sein. Für Immobiliengesellschaften ist es oft besser, hohe Zinsen für diese Darlehen zu zahlen, als das Eigenkapital komplett selbst bereitzustellen. Denn auf diese Weise können sie liquide bleiben und parallel weitere Projekte realisieren.