Das Berliner Unternehmen Stryking plant zur Finanzierung seiner Football-Stars-Plattform einen ICO.

Im Gastbeitrag erklärt Co-Founder Christian Szymanski, warum Sie sich für ein „Initial Coin Offering“ entschieden haben und nicht dem Weg über eine Crowdinvestment-Plattform gegangen sind.

Autor: Christian Szymanski

Das Management-Team von Stryking Entertainment ist in der Vergangenheit mit vielen verschiedenen Finanzierungswegen in Berührung gekommen. Es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Wegen, Kapital für das eigene Unternehmen aufzubringen. Doch nicht alle Möglichkeiten bieten sich im gleichen Maß an, da die Finanzierungsart in starker Abhängigkeit vom eigentlichen Produkt oder der Dienstleistung des Unternehmens steht.

In der Gaming Branche gab es vor einigen Jahren den Trend zum Crowdfunding. Den Höhepunkt des Hypes erreichte das (nach wie vor nicht veröffentlichte) Spiel Star Citizen, mit einem Funding-Betrag von fast 160 Mio. USD. Noch immer finanzieren diverse Entwickler ihre Games mit Crowdfunding. Entscheidend ist dabei, dass eine Bereitschaft der Fans zur Investition in das zukünftige Produkt noch vor der eigentlichen Entwicklung bestehen muss.

Mit Football-Stars haben wir bei Stryking eine stark Community-getriebene Plattform für Fußball-Fans geschaffen. Crowdfunding-Ansätze waren daher immer für uns relevant, da durch eine solche Kampagne sowohl Finanzierungs- als auch Marketingziele verfolgt werden können. Unsere Plattform ist durch ihren Fußball-Bezug auch gut geeignet eine große Fangemeinschaft zu aktivieren. Die verschiedenen Modelle im Crowdfunding und Crowdinvesting sowie die unterschiedlichen Plattformen wie kickstarter, Startnext, Seedrs oder Companisto haben wir uns gründlich angeschaut, uns dann aber doch immer wieder dagegen entschieden.

Anfang letzten Jahres wurde immer deutlicher, dass eine innovative Finanzierungsmethode, die Einführung einer Kryptowährung, eine echte Alternative zu den bisherigen Finanzierungsformen darstellt. Ein sogenanntes Initial Coin Offering (ICO) geht noch einen Schritt weiter als das herkömmliche Crowdfunding, da es uns ermöglicht Football-Stars für die User zu öffnen und sie mit dem STRYKZ-Token direkt am Erfolg der Plattform teilhaben zu lassen. Zusätzlich nehmen auch verstärkt institutionelle Investoren an ICOs teil, während sie beim Crowdfunding kaum einen Anreiz haben.

Neben dem Fundraising gibt uns die Einführung des STRYKZ-Token langfristig viele Optionen zur Incentivierung unserer Nutzer, da wir mit dem Token Community-Aktivitäten belohnen können. Beteiligen sich Nutzer aktiv am Wachstum der Plattform, werden sie für ihr Engagement belohnt – und die Beteiligung kann vielfältig sein: Vom Werben neuer Nutzer für die Plattform, zum Erstellen von Inhalten über Fußballthemen bis hin zur Unterstützung bei der Entwicklung der Plattform gibt es vielfältige Möglichkeiten sich einzubringen.

Dabei geht der Nutzen des Tokens über die eigentliche Football-Stars Plattform hinaus. Der naheliegendste Weg ist natürlich, den Token in der Plattform einzusetzen, zusätzlichen Content damit freizuschalten oder gegen andere Nutzer in Token-Challenges anzutreten. Doch der STRYKZ-Token soll auch bei Partnern außerhalb der Plattform eingebunden werden und damit ein Mehrwert bieten. Zusätzlich wird der Token in einer späteren Phase auf Krypto-Börsen handelbar sein, so dass die Nutzer den Token tauschen können. Durch das Wachstum der Plattform und einer dadurch entstehenden zunehmenden Nachfrage, steigt der Wert eines Tokens.

Die Finanzierung über eine Kryptowährung ist allerdings ungleich komplexer als herkömmliche Crowdfunding- und Crowdinvesting-Ansätze, da es gilt eine große Anzahl an Faktoren zu berücksichtigen. Das Agieren in einer bis dato weitgehend unregulierten Umgebung heißt, dass man sich mit vielen rechtlichen und regulatorischen Fragestellungen auseinandersetzen muss – und das für jeden Markt aufs Neue. Außerdem muss die technische Umsetzung innerhalb der Plattform als auch für das eigentliche Token Sale Event (mit Hilfe eines Smart Contracts) evaluiert werden. Welche Sicherheit können wir den Nutzern geben? Was genau kann der Token? Welche Anreize bieten wir potenziellen Investoren?

Das zentrale Element eines ICOs ist ein Whitepaper, in dem das Projekt beschrieben wird. In vielen Fällen ist das eigentliche Produkt beim Token Sale Event noch gar nicht vorhanden, sondern lediglich im Planungsstadium. Im Falle von Football-Stars und dem STRYKZ-Token ist das anders, wodurch wir gegenüber anderen Projekten einen großen Vorteil haben: Das Produkt ist vorhanden, funktioniert, wird mit zuverlässigen Partnern betrieben und konnte sogar schon einige Awards gewinnen.

Des Weiteren gilt es, ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen, welches möglichst aus erfahrenen Entrepreneuren besteht und alle Teilbereiche zur weiteren Entwicklung des Produkts abdeckt. Für weitreichende Erfahrung und zusätzliches Knowhow, gewinnt ein gutes Line-up an Beratern eine zunehmende Bedeutung.

Der weitere Prozess ist dann dem des Crowdfundings sehr ähnlich: Es geht darum das Projekt über eine Website, PR, Social Media, Roadshows und vielen weitere Kanäle sichtbar zu machen und dadurch Bekanntheit aufzubauen, bis dann das eigentliche Token Sale Event stattfindet.

Generell bleibt festzuhalten, dass ein ICO gegenüber dem klassischen Crowdfunding viele neue Möglichkeiten bietet, allerdings gleichzeitig auch deutlich komplexer ist. Für uns war die Einführung einer Kryptowährung der passende Weg, da wir unsere Plattform auf ein neues Level der Nutzerinteraktion heben und somit die erste wirklich interaktive und nutzergetriebene Fußball-Plattform aufbauen können.

Mehr Informationen zum STRYKZ-Token finden Sie hier: www.strykz.io/

 

Zum Autor Christian Szymanski

Christian Szymanski Co-Founder und CMO der Stryking Entertainment GmbH.

Er hat reichlich Erfahrung in den Bereichen Marketing und Unternehmensgründung. In seiner beinahe 20-jährigen Karriere hat er sich einen Namen als Experte für Markenbildung, beim Entwerfen und Durchführen von Werbestrategien und der Handhabung von großen Marketing-Budgets gemacht.

 
Hinweis: Der Erwerb von Coins im Rahmen von Initial Coin Offerings (ICOs) birgt für Anleger erhebliche Risiken (mehr Infos im Bafin-Artikel). Von crowdfunding.de ist niemand in den STRYKZ ICO involviert. crowdfunding.de hat keine Gegenleistung für diesen Gastbeitrag erhalten.