Die University of Cambridge hat gemeinsam mit der Wirtschaftsprüfergesellschaft KPMG Zahlen zum Europäischen Crowdfunding-Markt veröffentlicht.

Das im Report erfasste Volumen „alternativer Online-Finanzierungsformen“ ist 2015 in Europa um 92% auf 5,4 Milliarden Euro gewachsen. Der mit Abstand größte Volumenanteil davon entfällt auf UK (4.412 Mio. €), gefolgt von Frankreich (319 Mio. €) und Deutschland (249 Mio. €) . Das Volumen in Deutschland ist damit gegenüber dem Jahr 2014 um 78% gestiegen.

Das deutsche Fundingvolumen teilt sich hauptsächlich auf folgende Crowdfunding-Formen auf:

  • Crowdlending (Verbraucher): 136 Mio. € (+69,2%)
  • Crowdlending (Business): 48,7 Mio. € (+8,0%)
  • Crowdinvesting (ohne Immobilien): 23,7 Mio. € (-20,5%)
  • Crowdinvesting für Immobilien: 8,0 Mio. € (neu)
  • Crowdinvesting gesamt: 31,7% (+6,3%)
  • Klassisches Reward-Crowdfunding: 21,1% (+25,6%)
  • Spenden Crowdfunding: 10,4 Mio. € (79,3)

Spannend ist auch die Betrachtung nach dem Pro-Kopf-Volumen, da eine Kennziffer, die die Einwohnerzahl berücksichtigt, deutlich aussagekräftiger in Bezug auf die Aktzeptanz der alternativen Finanzierungsformen in einem Land ist. Und da steht Deutschland aktuell  auf dem zehnten Platz.

Tamo Zwinge, Vorstandsmitglied des Bundesverband Crowdfunding und Companisto-CEO sieht da die Politik gefordert:„Angesichts der Innovations- und Wirtschaftskraft Deutschlands sollte die Bundesregierung die deutsche Crowdfunding-Branche unterstützen, um 2016 im Marktzahlenranking europaweit nach oben zu klettern.“.

Blick in den Report

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