Projekt Steckbrief

Projekt Karma Classics

Crowdfunding-Modell:Klassisches Crowdfunding
Fokus:Produkt
Status:abgeschlossen
Ort:Berlin
Plattform:Startnext
Fundingziel:34.500 Euro
Laufzeit bis:01.04.2016
Link zum Projekt:https://www.startnext.com/karma-classics

Karma Classics: Fair produzierte Sneaker

Nach zwei erfolgreichen Crowdfundings für die Karma Chakhs in 2013, läuft aktuell eine neue Kampagne für den fair produzierten Sneaker. Die Kampagne wird diesmal mit einem hochwertigen Werbespot begleitet, der für ein Crowdfunding eher untypisch ist. Im Interview berichtet Mitinitiator Shai Hoffmann über das Projekt, das Video, den Karma Deal und #CrowdLove.

Interview mit Shai Hoffmann, „Außenminister“ Karma Classics

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Shai Hoffmann

Was verbirgt sich hinter der Idee der Karma Chakhs?

Die Idee der Karma Chakhs, die nun Karma Classics heißen ist simpel: Es sind fair und nachhaltig produzierte Sneaker, die dem Chucks Taylor von Converse ähneln. Unsere Karma Classics sind jedoch durch Abstimmungen in unserer Crowd, die sich auf Startnext sowie auf diversen Facebook-Seiten, wie Karma Classics, Konstruieren statt konsumieren oder It’s Karma, Baby versammeln, personalisiert. Sprich: Wir bieten die Schuhe in der Farbe an, die die Crowd in einer Abstimmung gewählt hat, wir haben vielleicht wieder die Buddha-Sohle oder gar einen Baby Classics, insofern sich die Crowd dafür entscheidet.

Für das Crowdfunding habt Ihr einen erstklassigen Film produziert. Wie habt Ihr ein solch aufwändiges Video produzieren können?

Mit viel #CrowdLove, Durchhaltevermögen und Leidenschaft für eine Vision und Idee. Der Regisseur Christian Fischer kontaktiert mich mit dem Konzept des Spots. Anfang hielt ich es für ein Hirngespinst, doch als ich kurze Zeit später vor dem Monitor im Büro von Christian Fischer in München saß, traute ich meinen Augen nicht. Er ist wahnsinnig talentiert und ich dachte „wow, wenn wir dieses Konzept mit diesen Skills umsetzen, dann kann es nur toll werden.“ Ca. zweieinhalb Jahre später, haben wir also am 21.2.2016 unseren Spot der Weltöffentlichkeit präsentiert. Ein Spot, der mit einem Budget i.H.v. 0 € produziert, oder besser „crowduced“ wurde. Denn nur Dank der Hingabe von ca. 50 Karma-Helfer*innen konnten wir den Spot in dieser Qualität realisieren. Danke nochmal an dieser Stelle allen Mitwirkenden!

Das Video wirkt wie ein Werbespot und nicht wie ein klassisches Crowdfunding-Kampagnenvideo, in dem das Projekt erklärt und die Initiatoren vorgestellt werden. Wie sind die Reaktionen aus der Crowd auf das Video? Funktioniert der Spot, obwohl ihr vom „idealtypischen“ Crowdfunding-Video abweicht?

Bisher habe ich kein negatives Feedback erhalten. Aber es ist korrekt, wir weichen von einem „idealtypischen“ Crowdfunding-Video ab. Doch die Hochwertigkeit mit dem dieser Spot überzeugt, macht potentielle Unterstützer unserer Crowdfunding-Kampagne neugierig. Sie klicken auf den Homepage-Link oder gar Startnext-Link und lernen uns dann im Blog kennen, da wir parallel mit Kampagnenstart ein Vorstellungsvideo von uns Startern gedreht haben. Mit einem Handy, was unter guten Licht- sowie Tonvoraussetzungen vollkommen ausreicht.

Im Rahmen der Kampagne gebt Ihr 100 Schuhpaare umsonst an die Menschen, die sich die Schuhe nicht leisten können. Was hat Euch zu dem „Karma Deal“ motiviert und habt Ihr keine Angst, dass die Leute das ausnutzen könnten?

Die soziale Ungerechtigkeit motiviert uns zum Karma Deal. Wir möchten, dass Jede*r unsere Karma Classics in die Welt hinausträgt – ganz unabhängig wie viel sie oder er verdient. Und wir vertrauen diesen Personen – bedingungslos. Wir vertrauen darauf, dass sie diese Möglichkeit nicht ausnutzen und damit wirklich bedürftigen Menschen diese Möglichkeit verwehren. Des Weiteren können uns die Karma Deal Inhaber*innen eine Leistung anbieten, die sie gerne tun, z.B. Fotografieren, Homepage entwickeln, Artikel schreiben, Promo etc., womit sie uns so etwas zurückgeben können, wenn sie möchten. Aber auch das prüfen wir nicht nach, sondern vertrauen. Ein Wert, der unserer Meinung nach, wieder mehr an Bedeutung gewinnen muss. Und wir machen´s jetzt einfach.

Wer steht hinter der Karma Classics Kampagne?

Wir sind zu dritt: Amira Jehia, Geschäftsführerin bei Mein Grundeinkommen e.V., und gerade ebenfalls mit sanktionsfrei in einem weiteren Crowdfunding online. Bei uns ist Amira „Innenministerin“, sprich für den operativen Ablauf sowie die Finanzen zuständig. Jakob Listabarth ist Student und Projektinitiator der #openschool (http://www.openschoool.org/) und bei uns „Gestaltungsminister“, also für die graphische Gestaltung zuständig. Und meine Wenigkeit. Ich darf in unserem kleinen, feinen Team „Außenminister“ sein und Kooperationen schmieden und mit möglichst vielen Menschen, über die Karma Classics sprechen.

Du arbeitest als Crowdfunding-Berater und betreibst den Blog „Crowdlove“. Was verstehst Du unter „Crowdlove“ und welche Schnittmengen gibt es zum Crowdfunding?

Ohne #CrowdLove kann man meines Erachtens nach kein Crowdfunding-Projekt umsetzen. Der Aufbau einer virtuellen Crowd und das, was sie einem in verschiedensten Formen zurückgeben, nenne ich #CrowdLove. Doch um es zu bekommen, musst Du natürlich erst selbst deine Crowd lieben, denn #CrowdLove ist keine Einbahnstraße. Es ist wie eine Liebesbeziehung, in der man sich gegenseitig wertschätzt, liebt und unterstützt. #CrowdLove ist also harte Arbeit, die sich oftmals lohnt. 😉

Vielen Dank für das Interviews und viel Erfolg mit den Karma Classics!

Zum Crowdfunding Projekt

Der Karma Classic Spot

mehr Informationen

Shai Hoffmann: http://www.shaihoffmann.de/
#crowdlove: http://crowdlove.de/
Facebook Gruppe „Its Karma“: https://www.facebook.com/itskarmababy1

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