Projekt-Stories
Crowdinvesting für ein Energie-Startup

Energieheld

ProjektstarterStartups
ThemenEnergie, Startup
PlattformCompanisto
Funding-Summe226.790 €
ModellRendite (Crowdinvesting)

Über das Crowdfunding

2012 gründeten Michael Kessler und Philipp Lyding in Hannover die Energieheld GmbH, um Hausbesitzer bei der energetischen Sanierung zu unterstützen. Ihr Projekt wurde 2016 über die Plattform Companisto mit 226.790 Euro finanziert.

Nach Angaben des Unternehmens zählt die Website www.energieheld.de heute mit über 12 Millionen Besuchern, 200.000 Kunden und mehr als 1000 Handwerks-Partnern zu den größten Plattformen Deutschlands im Bereich energetische Sanierung. Seit 2017 bietet Energieheld das System als digitale Plattform-Lösung „hero enterprise“ für Start-ups, kleine und mittelständische Unternehmen sowie Konzerne an.

Interview mit Michael Kessler, Geschäftsführer Energieheld GmbH

Warum habt Ihr Euch für die Finanzierung über die Crowd entschieden?

Zunächst hat uns natürlich gefallen, dass Energieheld so unabhängiger von großen Investmentpartnern war und alle, die investieren wollten, die Möglichkeit dazu hatten – zum Beispiel auch viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Letztlich war die Crowdfinanzierung für uns eine von vielen, gleichwertigen Optionen, um unser Investment zu realisieren. Dass es so gut funktioniert, hat uns besonders gefreut.

Habt Ihr neben Crowdfunding weitere Finanzierungswege genutzt?

Ja, wir haben zusätzliche eine Gruppe von Business Angels, mit denen wir auch im regelmäßigen Austausch stehen.

2016 hattet Ihr bereits nach zwei Tagen die Investmentschwelle von 100.000 Euro erreicht. Wie erklärt Ihr diesen Erfolg?

Da sind ein paar Faktoren zusammengekommen: Companisto war damals schon eine der großen Plattformen, die nicht nur eine hohe Reichweite erzielte, sondern auch gutes Marketing für die Investments gemacht hat. Außerdem waren wir damals eine der ersten „grünen“ Investitionsmöglichkeiten, die viele angesprochen hat. Und nicht zuletzt einfach eine gute Idee, von der wir überzeugt waren und sind – das ist am Ende immer entscheidend.

Wie aufwändig ist die Investorenbetreuung?

Wir berichten einmal im Quartal an unseren Companisto-Investoren, das ist sehr überschaubar und auch nicht mehr Betreuungsaufwand als mit anderen Investoren. Häufig ist es so, dass mit einem höheren Betrag die Betreuung etwas intensiver wird, das ist beim Crowdfunding nicht der Fall.

Konntet Ihr beim Austausch mit Investoren von deren Anregungen profitieren?

Klar gibt es immer wieder Tipps oder auch Kontakte, die wir gerne nutzen. Gerade unsere Jobangebote stellen wir dort gerne vor und nutzen die Reichweite und Schwarmintelligenz. Insgesamt sind unsere Herausforderungen allerdings so spezifisch, dass es zu viel verlangt wäre, wenn unsere Investoren darauf Antworten finden sollten.

Was sind allgemein Vor- und Nachteile der Crowdfinanzierung?

Die Kampagne zu erstellen, war schon mit viel Arbeit verbunden, andererseits hätten wir alternativ auch mit deutlich mehr Investoren sprechen müssen, also hält es sich vermutlich die Waage. Für uns überwiegen die Vorteile auf jeden Fall. Die Verhandlungen liefen sehr unkompliziert und wir können Entscheidungen sehr unabhängig fällen, das ist uns wichtig. Zuletzt gibt es auch rechtliche Vorteile, da Crowdinvestoren keine Gesellschafterrechte haben. Das ist für ein junges Unternehmen nicht unerheblich und bewahrt die Eigenständigkeit.

Plant Ihr ein weiteres Crowdinvesting?

Das schließen wir grundsätzlich nicht aus, aber derzeit gehört es nicht zu unseren Zielen. Wir wachsen sehr stetig und sind mittlerweile knapp sechs Jahre alt mit 27 Festangestellten, sodass viele Start-up-Förderungen gar nicht mehr greifen – aber das ist ja nur fair.

Wie zufrieden seid Ihr mit der Plattform Companisto?

Für uns ist es super gelaufen und wir sind sehr zufrieden. Die Kommunikation und Umsetzungen waren unkompliziert und das Ergebnis klasse. Mittlerweile wird unsere Kampagne sogar in Wiwi-Vorlesungen an der Uni als Beispiel für gutes Crowdfunding von Start-ups gezeigt, das spricht ja für ein erfolgreiches Projekt.

Vielen Dank für das Gespräch!

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Datum
15. Januar 2019
Themen
Energie, Startup

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