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Jonny S – Rap Album Tattoo 2.0

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Über das Crowdfunding

Im Frühjahr 2015 hatte der Rapper Jonny S ein Crowdfunding für sein Album “Tattoo” bei Startnext laufen. Das Fundingziel wurde damals nicht erreicht. Jetzt lässt der Braunschweiger Rapper das Funding  über seine eigene Seite laufen. Das Fundingziel von 23.000 Euro hat er dabei in vier Etappen aufgeteilt. Im Interview berichtet Jonny von seinen Erfahrungen mit dem direkten Crowdfunding über die eigene Seite.

Interview mit Jonny S

crowdfunding.de: Nachdem Dein Crowdfunding für Tattoo auf Startnext gescheitert ist, läuft das Funding jetzt auf Deiner eigenen Seite. Wie kommt es, dass Du Dein Funding ohne Plattform durchziehst.

Jonny S.: Das Crowdfunding für Tattoo auf Startnext war ja nicht mein erstes Funding überhaupt. Die Platte davor “Halbes Leben” hatte ich ja schon bereits erfolgreich auf Startnext finanzieren können. Der Grund warum ich den zweiten Versuch für Tattoo auf meiner eigenen Seite machen wollte, lag einfach an den Regularien bei Startnext. Man kann dort eine Kampagne für maximal 3 Monate laufen lassen. Hinten raus hat mir einfach noch ein bisschen Zeit gefehlt, aufgerundet 10.000 € hatte ich von den angepeilten 23.000 € ja schon zusammen.

Außerdem dachte ich, es wäre cooler den Kontakt direkt zu den Fundern über meine Seite zu pflegen. Ist zwar ein Heidenaufwand mehr, aber irgendwie auch persönlicher.

Wie hast Du das Funding konzeptionell und technisch auf der eigenen Seite umgesetzt?

Technisch läuft meine Webseite samt Blog auf WordPress. Also habe ich mich umgesehen was es bereits an fertigen Lösungen gibt. Ich habe eine Menge Plugins ausprobiert, aber am stimmigsten lief “GiveWP” (https://givewp.com/). Beim Ausprobieren hatte es zwar ein paar Bugs, aber dank den Entwicklern von GiveWP und mir geht jetzt auch Paypal in Deutschland :-P. Wer sich ein bisschen mit Webseitenkonfiguration und WordPress auseinander setzt, der kann damit ziemlich fix loslegen.

Vom Storytelling bin ich auf meiner Seite natürlich ein bisschen freier als bei Startnext – größtenteils habe ich aber alles mit Plugins und ein paar kleinen Modifikationen umgesetzt. Nachteil der Eigenlösung ist aber definitiv, dass ich bei jedem Spender ein paar Kleinigkeiten machen muss damit am Ende alles richtig auf der Webseite sitzt.

Wie sind Deine Erfahrungen mit selbst aufgesetzten Crowdfunding?

Bisher ganz gut. Ich stehe mittlerweile bei über 8.000 € und bin bereits im Studio – was halt gerade nur deshalb klappt, weil die Kohle direkt in die Produktion fließen kann. Der Vorteil ist halt gerade echt das ich keine Deadline im Nacken habe. Ich habe aktuell zum Beispiel eine Kooperation mit einem Urban Streetwear Lable namens SCYL laufen (http://scyl.jonny-s-music.de). Die haben mit mir zusammen eine Custom Collegejacke designt, die wir gerade über eBay für das Funding versteigern. Das hätte saisontechnisch im Frühjahr mit Startnext halt nicht mehr gut geklappt. Um solche Aktionen kann ich z.B. mein Storytelling erweitern und habe trotzdem den Link zurück zum Crowdfunding und das alles auf meinen Webseiten.

Das coole ist auch, dass ich einzelne Perks in meine Blogkommunikation einbinden kann. Ich kann also “redaktionell” über einen vergangenen Gig schreiben und gleichzeitig die Option “Band Booking” aus dem Funding in den Post mit einbeziehen. Das hält die Sache bei meinen Lesern immer im Kopf und ich stelle in der Tat einen direkten Bezug zwischen Content und der darauffolgenden Interaktion im Funding fest.

Der rechtliche Aspekt spielt sicherlich auch noch eine Rolle. Ich musste ein paar Bedingungen formulieren, an die das Funding gebunden ist. So bekommen die Funder bei Nichterreichung oder “zu langsamen” Funding Ihr Geld zurück, wenn Sie mir eine Mail schreiben – um diese Sachen kümmert sich bei Plattformen immer der Betreiber, in diesem Fall musste ich das selbst tun. Ich bin aber gerade auch noch mal dabei die Sache von einem Anwalt prüfen zu lassen.

Was erwartet die Crowd wenn Sie Dich unterstützt?

In erster Linie wahrscheinlich mein Album Tattoo. Ich habe aber ein paar Sachen im Angebot, die maßgeblich auch schon bei Startnext gut funktioniert haben. CD, Download, Premium Box und das Booking. Darüber hinaus wird einigen Fundern darüber hinaus noch eine andere besondere Ehre zuteil. Ich lasse mir ja für 250 € den Namen von Unterstützern auf den linken Arm tätowieren. Dadurch das ich das Geld direkt erhalte, stehen dort auch bereits 5 Namen.

Hast Du noch Tipps für Musiker, die ein Crowdfunding starten wollen?

Gute Musik machen. Eine Geschichte haben. Einen Plan machen. Daran glauben. Durchziehen, egal was passiert.

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Datum
13. November 2015
Themen
Musik

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