Projekt-Stories
Leistungssteigernde Sportkleidung

Antelope

ProjektstarterStartups
ThemenInnovation, Sport
PlattformIndiegogo
Funding-Summe572.715 €
ModellVorverkauf

Über das Crowdfunding

ANTELOPE hat sich auf leistungssteigernde Sportkleidung spezialisiert. Das Frankfurter Unternehmen hat aktuell eine erfolgreiche Crowdfunding Kampagne bei Indiegogo laufen. Wir haben die Projekstarter nach ihrem Crowdfunding-Erfolgsgeheimnis befragt.

Interview mit Kay Rathschlag von Antelope

crowdfunding.de: Ihr produziert mit Antelope muskelaktivierende Sportkleidung. Wie funktioniert das genau?

Kay Rathschlag: Die ANTELOPE Series ist die erste leistungssteigernde Sportbekleidung der Welt. ANTELOPE stimuliert durch elektrische Impulse die Muskulatur des Trägers und macht dadurch jedes Training effektiver. Grundlage ist ein in die Textilie integriertes Elektro-Muskel-Stimulations-System (EMS). ANTELOPE besteht aus drei Komponenten, einer Kompressionstextilie mit integrierten Elektroden, einer smartphonegroßen Hardwareeinheit, die den elektrischen Impuls mit unterschiedlichen Intensitäten auf unterschiedliche Muskelgruppen sendet und eine App zur Steuerung.

In der Zukunft wird es noch eine Trainingscommunity etc geben. ANTELOPE ist dein Personal Trainer und wird die Fitnessbranche nachhaltig verändern. Erstmalig ist es möglich sein Fitnessstudio überall mit hin zu nehmen. Dazu kommt noch, dass man mit Elektro Muskel Stimulation extrem zeitsparend und effektiv trainieren kann. 20 Minuten Krafttraining mit ANTELOPE entsprechen 3 Stunden konventionellen Krafttrainings.

ANTELOPE lässt sich in jede Sportart integrieren, zudem werden Gesellschaftskrankheiten wie Übergewicht, Arthrose oder Rückenschmerzen der Kampf angesagt. ANTELOPE ist ideal für jeden: egal ob Profi, ambitionierter Freizeitsportler aber auch Anfänger oder gar Sportmuffel. Auch Alter, Geschlecht oder der allgemeine Fitnesszustand spielen keine Rolle mehr.

Wieso habt Ihr Euch für ein Crowdfunding entschieden?

Als Startup kommt man heutzutage an dem Thema Crowdfunding nicht mehr vorbei – das gehört einfach dazu. Alle Startups setzen sich mit diesem Thema irgendwann auseinander. Einige wagen den Schritt, andere nicht. Die Beweggründe sind aber von Unternehmen zu Unternehmen ganz unterschiedlich. Für uns hat Crowdfunding liquiditätstechnisch Vorteile, weil wir Geld im Vorverkauf von Kunden einsammeln, um damit die industrielle Entwicklung zu finanzieren. Wir müssen sowohl bei der Textilie als auch der Elektronik bestimmte Stückzahlen ordern und dies muss natürlich vorfinanziert werden. Geld einzuwerben ist aber nur ein Teilaspekt, man muss schließlich auch berücksichtigen, dass die Produkte im Vorverkauf über Crowdfunding stark rabattiert sind und die Marge so leidet. Crowdfunding ist in erster Linie für uns ein Marketingkanal, gerade auch international. Das Marketing vollzieht sich in unterschiedliche Richtungen: Investorenmarketing (wir hatten in den ersten drei Tagen schon Anfragen aus Asien und dem Silicon Valley), Marketing bezogen auf den Endkonsumenten (unser Produkt wird weltweit als first mover wahrgenommen), Marketing im Hinblick auf potentielle Vertriebspartner weltweit (hier kamen schon in den ersten Tagen Anfragen aus der ganzen Welt), Marketing im Hinblick auf neue Mitarbeiter sowie Marketing im Hinblick auf Technologie/Produkt (wir hatten sehr spannende Anfragen hinsichtlich neuer Materialien z.b. für Elektroden oder die Integration von Sensorik in unseren Anzug). Zusammengefasst kann man sagen, man dreht viele Prozesse um. Wir müssen in den unterschiedlichen Bereichen nicht mehr in die Akquise gehen, sondern die Anfragen kommen von alleine auf uns zu. Crowdfunding ist gerade in den USA ein riesen Thema, wir erreichen somit gerade dort eine Steigerung unseres Bekanntheitsgrades. Zu aller letzt kann man sagen, dass die Unternehmensbewertung natürlich sehr positiv beeinflusst wird, wenn man reale Verkäufe zeigen kann, bevor ein Produkt wirklich auf dem Markt ist.

Ihr seid ziemlich erfolgreich mit Eurer Kampagne gestartet. Wie habt Ihr Euch auf Kampagne vorbereitet? Was ist Euer Erfolgsgeheimnis?

Im Prinzip hat die Vorbereitung auf Indiegogo unbewusst bereits vor Jahren begonnen. Seit der Eröffnung seiner EMS-Studiokette Fast Forms sammelt unser Gründer Kay schon Leads. Wer hätte gedacht, dass genau diese über 3000 Kunden, ein immens wichtiger Faktor für die ANTELOPE-Crowdfunding-Kampagne werden würden. Crowdfunding ist nämlich kein Selbstläufer, deswegen war es extrem wichtig, dass wir diese Leads sowie unser über Jahre aufgebautes Netzwerk aktivieren konnten. Auch unsere Messeauftritte, die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben und Konferenzen, der Gewinn verschiedener Awards sowie die daraus resultierenden Medien-Beiträge haben unsere Kampagne entscheidend vorangetrieben.

Wieso habt Ihr Euch für Indiegogo als Crowdfunding-Plattform entschieden?

Wir haben uns die Entscheidung zwischen Kickstarter und Indiegogo nicht leicht gemacht. Auf Kickstarter hätten wir wahrscheinlich noch eine größere Reichweite gehabt, dennoch haben wir uns für Indiegogo entschieden. Im Vorfeld führten wir viele Gespräche mit anderen Startups, die bereits erfolgreiche Kampagnen gelauncht hatten, diese Erfahrungen haben wir analysiert und uns dementsprechend entschieden. Indiegogo ist sehr Tech-lastig, es gibt weniger Konkurrenz – man generiert also schneller Aufmerksamkeit – und der Service ist phänomenal.

Könnt Ihr sagen wo der Großteiler Euer Unterstützer herkommt? Wie habt Ihr es geschafft als deutsches Unternehmen internationale Backer zu erreichen?

Die Unterstützer stammen zwar aus der ganzen Welt, aber Deutschland liegt im Ranking weit vorne. Das liegt auch an dem bereits erwähnten sehr guten Netzwerk, darunter eben viele EMS-begeisterte Sportler. Sie kennen die extremen Vorteile von EMS und wissen wohin der Weg mit ANTELOPE gehen wird. Das ist eine ganz entscheidende Gruppe, die beim Crowdfunding von vielen vergessen wird bzw. viele schaffen es erst gar nicht, das eigene Netzwerk zu aktivieren – und genau dieses Netzwerk bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Kampagne. Diese Gruppe dient quasi als Vorbild, so bekommst du von Anfang an Traktion auf die Seite und wirst weltweit schneller sichtbar. Schafft man es sein Netzwerk zu aktivieren und der Kampagne am Anfang Momentum zu verpassen, wird man von Indiegogo sehr gut unterstützt und erreicht damit auch internationale Backer. Indiegogo hat in unserem Fall schon am zweiten Tag Unterlagen von uns an ihre PR Agentur in UK weitergegeben und wir sind prominent auf der Indiegogo Startseite und im Newsletter gefeatured worden. Uns persönlich hat aber auch geholfen, dass wir im Vorfeld schon internationale Presse hatten, die über uns berichtet hat und wir den Newcomer Preis 2015 auf der größten Sportartikelmesse der Welt gewonnen hatten (ISPO Brandnew Award)

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit ANTELOPE!

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Datum
20. Oktober 2015
Themen
Innovation, Sport

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