Projekt Steckbrief

Projekt: SnakeFX

Crowdfunding-Modell:Crowdinvest
Fokus:Startup
Status:abgeschlossen
Ort:Erlangen
Plattform:aescuvest
Fundingziel:190.000 Euro
Laufzeit bis:31.01.2016
Link zum Projekt:https://www.aescuvest.de/snakefx

Startup SnakeFX: Einer muss es richten

Die nice!innovations GmbH hat einen neuartigen „Fixateur externe“ entwickelt: den SnakeFX. Um den Prototypen zur Marktreife zu entwickeln, hat sich das Startup für eine Finanzierung per Crowdfunding entschieden. Im Interview erzählt CEO Jörg Trinkwalter mehr zu der Produktidee und dem Investmentcase.

Interview mit Jörg Trinkwalter, Geschäftsführer der nice!innovations GmbH

crowdfunding.de: Worum geht es bei Ihrem Startup?

Teambildsnake

Jörg Trinkwalter (CEO), Dr. med. Heiko Durst (Erfinder), Matthias Hiegl (CFO) v.l.

Jörg Trinkwalter: Bürgerkriege, aber auch schwere Naturkatastrophen sowie schwere Verkehrsunfälle oder aktuell Skiunfälle stellen Helfer vor Ort immer wieder vor enorme Herausforderungen. Besonders dann, wenn Schwerverletzte mit offenen Knochenbrüchen innerhalb weniger Minuten erstversorgt und in ein Krankenhaus transportiert werden müssen. Auf Basis seiner jahrelangen Erfahrung hat der Unfallchirurg und Gründer der nice!innovations GmbH Dr. med. Heiko Durst deshalb das neuartige Fixationssystem snakeFX entwickelt, das genau auf diese Anforderungen zugeschnitten ist. Dieses komplett neuartige Fixateur externe-System ermöglicht stark verkürzte Montagezeiten und über die vereinfachte Handhabung werden Fehleranfälligkeiten und damit einhergehende Komplikationsraten drastisch reduziert. Der snakeFX hilft so dem behandelnden medizinischen Personal UND dem Patienten.

Was sind die Vorteile von SnakeFX gegenüber bestehenden Systemen?

Alle Fixateur-externe-Systeme bestehen aus Pins, die durch die Haut in den Knochen eingedreht werden. Bei herkömmlichen Systemen werden diese Pins – umständlich – mittels mehrerer Stangen oder Aluminium-Röhren verbunden und stabilisieren so den Knochenbruch. Das snakeFX dagegen ist aus 15 bis 20 miteinander verbundenen Halbschalen aufgebaut und passt sich „schlangengleich“ individuell dem jeweiligen Knochenbruch optimal an. Der snakeFX wird auf die Pins aufgeklippt und anschließend wird die Schlange mit einem zentralen Zugelement sowohl in sich stabilisiert, als auch an den Pins fixiert. Diese „one-step-rapid-fixation“-Technologie spart beim Einsatz enorm Zeit und reduziert Fehlerquellen auf ein Minimum.

Wie sind Sie auf die Idee für SnakeFX gekommen?

spielzeugDer Grundidee begegnete der Erfinder des snakeFX, Dr. med Heiko Durst, in einem Spielzeuggeschäft! Und zwar in Form einer «Push Puppet»! Diese ganz bekannten Wackel- oder auch Drückfiguren in Form von Tieren bestehen meist aus kleinen Holzsegmenten. Die Beine sind aus Perlen aufgebaut, die von federgespannten Schnüren in Position gehalten werden. Durch Drücken der unten im Podest vorhandenen kleinen Platte erschlaffen diese Schnüre und die Beine knicken ein. Lässt man die Feder die Fäden wieder anspannen, richtet sich das Objekt wieder auf. Der «SnakeFX» greift dieses Prinzip auf und überträgt es in der gleichen Einfachheit auf die Problematik aller bisher zu verwendenden «Fixateur externe». Durch ein unglaublich sinnfälliges Prinzip, das konsequent umgesetzt wurde, gelingt die Anwendung eines solchen Fixateur externe-Systems um 80 Prozent schneller, wesentlich einfacher und deutlich fehlerverzeihender. Dieses neuartige System erschließt sich sogar Personengruppen, die gar keine orthopädisch-unfallchirurgische Ausbildung haben, zum Beispiel in Krisengebieten, auf Anhieb.

Inwieweit ist SnakeFX geschützt? Besteht das Risko, dass die aktuell führenden Anbieter von „Fixateur externe“ Systemen die Idee kopieren?

Der snakeFX ist in Europa, Brasilien, USA und Japan patentiert. In den USA und Japan ist das Patent bereits erteilt.

Warum haben Sie sich für ein Crowdfunding entschieden?

Die Crowd (private Kleinanleger) ist für uns nicht nur „stupid“ money. Die Crowd gibt uns „smart“ Money durch sehr viel inhaltliches Feedback, insbesondere auch und teils durch erfahrene Anwender, die wir über aescuvest erreichen. Das bedeutet, dass wir die Crowdkampagne als Kombination aus Einwerbung von Geld, „open innovation“-Prozess zur Produktoptimierung und Marketing- und Vertriebsinstrument in einer frühen Phase der Produktentwicklung sehen. Die Rendite ist in unseren Augen dem Entwicklungsrisiko adäquat angepasst. Das sind die Chancen dieser Finanzierungsform. Die Risiken bestehen klar darin, dass es für den hochkomplexen Markt der Medizinprodukte noch keine besonders aktive Community an Crowdinvestoren in Deutschland gibt.

Wofür wird das Geld aus dem Crowdfunding konkret benötigt?

Die Fundingschwelle für unser Projekt liegt bei 190.000 €. Mit 190.000 € können wir aus dem vorliegenden Funktionsmuster einen serienreifen Prototopen machen. Die Zulassung dieses Prototypen müsste mit einer weiteren Finanzierungsrunde finanziert werden. Insgesamt schätzen wir den Weg bis zur CE-Zulassung mit knapp 600.000 € ab. Der Plan hierzu ist sehr exakt beschrieben auf www.aescuvest.de/snakefx

Was erwartet Crowdinvestoren für Ihr Investment?

Das Geld der Crowdinvestoren wird als verzinstes Nachrangdarlehen der nice!innovations GmbH zur Verfügung gestellt. Der Basiszins dieses Nachrangdarlehens ist eine mittlere, jährliche Rendite und sorgt dafür, dass Investoren auch unabhängig von Bilanzkennziffern (wie z.B. Gewinn) eine attraktive potentielle Rendite erwirtschaften können. Die Zielrendite ist eine mittlere, jährliche Rendite bestehend aus Basiszins und potentiellen Erträgen aus dem Bonuszins. Zählt man nun alle Komponenten zusammen, werden 20 % p.a. Zielrendite (IRR) angestrebt.

Danke für das Interview und viel Erfolg mit SnakeFX!

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